Radfahrprüfung 2005

Praktische Radprüfung an unserer Schule

Im Rahmen des Sachunterrichts absolvierten die Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen am 10. Mai 2005 ihre praktische Radfahrprüfung. Im Vorfeld mussten sie im theoretischen Teil beweisen, dass sie die Verkehrsregeln beherrschen und die Teile eines verkehrssicheren Fahrrads benennen können. Diese schriftliche Prüfung bestanden alle Schüler. Am Vormittag des 10. Mai war es endgültig soweit. Nach einer unruhigen Nacht, die Schüler wie auch ich verbrachten, begannen die Kinder aus der Klasse 4b mit der praktischen Prüfung. Diese wurde von der Polizei abgenommen. Zuerst kontrollierte eine Polizistin die Verkehrssicherheit aller Räder und stellte in der Klasse 4b sieben und in der Klasse 4a zwölf Mängel fest. Häufigster Makel waren fehlende Reflektoren und nicht funktionierende Beleuchtung.
Nach dieser Kontrolle mussten alle Radfahrer innerhalb von zehn Sekunden langsam in einer 5 m langen und 50 cm breiten Spur fahren. Eine zweite Gruppe zeigte ihr Können im Kreis- und „Achtfahren“. Dies war für einige schon sehr schwierig, denn das Fahren mit einer Hand stellt eine hohe Anforderung. Nach diesen Geschicklichkeitsübungen mussten die kleinen Radfahrer das Linksabbiegen im Straßenverkehr zeigen. Hierzu nutzen wir den Nöhringswinkel – eine gleichrangige Kreuzung. Die Kinder wiederholten vorher noch einmal die Schritte zum Linksabbiegen und die Regel „rechts vor links“. Obwohl die Polizistin am Straßenrand stand, befolgten nicht alle Fahrzeugführer diese Regel und so waren einige Kinder sehr verwirrt. Deshalb hier noch einmal der Appell an alle Fahrzeugführer – auch Radfahrer – mit gutem Vorbild „voran zu fahren“. Die Unfallzahlen zeigen, dass gerade Kinder zwischen 10 und 12 Jahren viele Fahrradunfälle verursachen und dies nicht zuletzt deshalb, weil andere Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt nicht gewähren oder zu wenig Rücksicht nehmen.
Nachdem alle Schüler und Schülerinnen das Linksabbiegen nach ein- oder zweimaligen Anlauf geschafft haben, erhielten diejenigen, deren Fahrrad verkehrsicher war, ihren Fahrradpass, der sie berechtigt, auch ohne Mutti und Vati am Straßenverkehr teilzunehmen. So wird die Klasse 4a – vorausgesetzt alle Mängel wurden beseitigt – ihren letzten Wandertag im Schuljahr mit dem Fahrrad bestreiten.
Liebe Eltern, fahren Sie so oft wie möglich gemeinsam mit Ihrem Kind mit dem Fahrrad, damit es sicherer im Beherrschen und im Verhalten im Straßenverkehr wird. Außerdem tut frische Luft und Bewegung dem Körper gut.

Claudia Hilpert